News
12.12.2017, 14:51 Uhr
Frauen Union reist in die Tschechische Republik
Die diesjährige Adventsreise führte die Frauen Union SHS nach Prag. Schon während der Anreise gab es einen Stopp in Leipzig. Kaum eine Stadt in Ostdeutschland hat sich so sehr entwickelt wie diese. Während einer kleinen Stadtrundfahrt konnten wir dies schon erleben.
Die FU SHS in der Prager Botschaft

Anschließend konnten wir dies anhand eines kleinen Spazierganges noch vertiefen und erkundeten die restaurierten Mädler-Passage, das Rathaus, die Thomas-Kirche, den Marktplatz und vieles mehr, wie bspw. den Stadtteil Gohlis. Dieser ist für seine Gründerzeit-Villen und die aufwendigen Fassen bekannt. In der sich anschließenden Freizeit hatten wir Gelegenheit über den Weihnachtsmarkt zu bummeln.

Am zweiten Tag stand eine große Stadtbesichtigung von Prag auf dem Programm. Wir begannen mit einem Rundgang durch die romantischen Gassen der Altstadt. Der Altstädter Ringplatz ist ein Anziehungspunkt ersten Ranges, der dank seiner mächtigen Kirchenbauten, der stolzen Patrizierhäuser und der über 500 Jahre alten astronomischen Uhr an der Fassade des Rathauses ein einzigartiges Panorama bietet. Darüber hinaus lernten wir den Wenzelplatz, die Lucerna-Passage, den Pulverturm, das Nationaltheater und vieles mehr kennen. Dann endlich sahen wir die berühmte Karlsbrücke, die sich über die Moldau schwingt. Sie zählt zu den ältesten Steinbrücken Europas: Begrenzt von zwei Türmen ist sie nur für Fußgänger geöffnet und fast rund um die Uhr sehr belebt. Ein Muss für jeden Prag-Besucher, schon weil die Sicht über den Fluss und auf die Burg von hier aus einfach toll ist. Natürlich blieb wieder Freizeit, um den Weihnachtsmarkt und/oder die Kaffeehäuser zu besuchen. Den Abend beschlossen wir mit einer Schifffahrt auf der Moldau und bewunderten vom Wasser aus die Silhouette vom nächtlichen Prag.

Am dritten Tag unserer Pragreise ging es zum Prager Burgberg, auch Hradschin genannt. Dieser Stadtteil liegt malerisch über der Moldau und umfasst den imposantesten Gebäudekomplex von Prag. Ein Rundgang führte durch die Burg zum St. Veitsdom sowie zum erzbischöflichen Palais und dem Königspalast. Über 1000 Jahre Geschichte wird hier lebendig. Auch ein Bummel durch das Goldene Gässchen durfte nicht fehlen. Die kleinen farbenfrohen Häuser wurden aufwendig restauriert und stellen einen schönen Kontrast zu den prunkvollen Palästen auf dem Burgberg dar. Danach besuchten wir die Prager Kleinseite, ein außergewöhnlich reizvolles Stadtviertel. Früher ließen sich hier wohlhabende Adlige nieder und es entstanden prächtige Villen. Den Abend beschlossen wir in einer urigen Prager Bierstube.

Der vierte Tag war der Prager Botschaft vorbehalten. Diese befindet sich im historischen Palais Lobkowitz. Hier begann im Sommer 1989 der Fall des Eisernen Vorhangs. Unvergessene Szenen spielten sich in der Botschaft sowie in der Gartenanlage ab und machten daraus einen geschichtsträchtigen Ort.

Wir wurden vom Botschafter Dr. Christoph Israng persönlich empfangen, was keine Selbstverständlichkeit ist. Seine herzliche Art, mit der unsere Gruppe begrüßte und von den Ereignissen erzählte, rundete den Besuch für uns noch eindrucksvoller ab. Nach dem Rundgang mit Dr. Israng durch alle Räume des Botschaftsgebäudes gelangten wir auch zu dem berühmten Erker, auf welchen vor 20 Jahren der Außenminister Hans-Dietrich Genscher vom Balkon der westdeutschen Botschaft in Prag die Ausreisegenehmigung für Tausende DDR-Flüchtlinge verkündete. Es war ein Meilenstein auf dem Weg zur Wiedervereinigung – und der Anfang vom Ende der DDR.

Dieser Botschaftsbesuch wird uns allen sicherlich unvergessen bleiben.

Danach ging es mit dem Bus Richtung Heimat, wo wir am Abend alle wieder glücklich und zufrieden angekommen sind. Man war sich einig, das war wieder mal eine tolle Reise mit der Frauen Union.