Frauen Union Kreis Gütersloh

Studienreise nach Usedom

Die Entwicklung von Politik, Wirtschaft und Kultur in Ostvorpommern stand im Mittelpunkt einer Studienreise der Kreis CDU / Frauen Union unter Leitung von Ursula Doppmeier.
Nach 10stündiger Busfahrt erreichte die Gruppe ihr Ziel, die kleine Seestadt Zempin auf der Insel Usedom, wo die Besucher in komfortable Ferienapartments der Residenz Waldhaus einzogen. Am nächsten Morgen begrüßte strahlender Sonnenschein und blauer Himmel die Gruppe. Auf dem Programm stand die Besichtigung der Kaiserbäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck. Hierbei lag das Augenmerk auf der erfolgreichen Sanierung der historischen Bausubstanz der Bäderarchitektur. Die daran anschließende kommentierte Inselrundfahrt endete an der Gedenkstätte Golm, die zur Erinnerung an die 24.000 Toten errichtet wurde, die beim Angriff der Alliierten am 12. März 1945 in der Stadt Swinemünde umkamen, die zum damaligen Zeitpunkt voll war mit Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten.
Das Problem „Naturschutz versus Tourismus“ stand am nächsten Tag bei einem Besuch des Klaus-Bahlsen-Naturschutzzentrums in der Stadt Usedom im Mittelpunkt. Es wurde deutlich, welches Spannungsfeld besteht zwischen den Interessen, Usedom für weiteren Tourismus zu öffnen und gleichzeitig den Erhalt der Insel als Naturpark zu garantieren. Der Tag endete mit einem Besuch in Wolgast und dem Empfang durch den Bürgermeister Jürgen Kanehl. Die Diskussion mit dem Bürgermeister drehte sich vor allem um das Problem der Abwanderung der jungen Leute aus Ostvorpommern und die daraus entstehenden Probleme beim Aufbau Ost.

Einen weiteren Studientag verbrachte die Gruppe in Peenemünde. Als »Wiege der Raumfahrt« wurde das einstige Fischerdorf zum Mythos, als Entwicklungsstätte der so genannten Vergeltungswaffen V 1 und V 2 aber auch zum Ort des Schreckens.

Der Besuch des Max-Planck-Institutes für Plasmaphysik in der kreisfreien Universitäts- und Hansestadt Greifswald, die bei Studenten aus dem Westen wegen hervorragender Studienbedingungen sehr beliebt ist, und ein Informationsgespräch über die betriebene Forschung im Bereich der Kernfusion waren weitere Höhepunkte der Reise.

Die 7-tägige informative Studienreise endete mit einem Besuch der polnischen Stadt Swinemünde, wo im Gespräch mit dem stellvertretenden Bürgermeister die Probleme und Perspektiven der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit nach dem EU-Beitritt Polens erörtert wurden.